„WERNER HERZOG – ein Gedicht“ 1


von Dietrich Wolff

Werner Herzog

auf einer Wanderung, unendlichen Wanderung,
deren Gerade schließt sich zum Kreis.

Inmitten größter Unwegsamkeiten, spektakulärster Aussichten,
mit dem Freunde, dem Feinde,
der später anheimgegeben dem Spott, der Verachtung –
und dennoch in deiner Einsamkeit
dich begleitet, beflügelt, getragen
– und doch bald wieder allein in karstiger Gegend.

Wo ein anderer seinen kühn lächerlichen Kampf ausfocht,
dort öffnet sich dir zu Beginn schon die sich weitende Landschaft,
das Feld der im langsamen Irrsinn
sich drehenden Mühlen im Wind.

An deinem Wege
die Zwerge, die Stummen, die Blinden,
die zu Tode Gestürzten, die zur Hinrichtung Verdammten…

Doch nirgends kehrtest du ein
für länger als eine Nacht
der Träume und Alpträume.

Späten Ruhm klopfst du,
inzwischen älter geworden,
wie Staub aus der Kleidung,
dir selber genügend und deinem Weg,
der nicht endet,
nur einst verweht sein wird
im Irgendwo.
„Abseits der Pfade, richtig,
spät irgendwann grüßte Schabbach ich auch.“

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